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FRÜHJAHRSPUTZ, ABER BITTE NACHHALTIG

Hallo alle miteinander,


die Sonne scheint, es wird wärmer und dem ein oder anderen von euch wird es auffallen: über den Winter habt ihr eure 4 Wände ein wenig gehen lassen. Gesammelt und gehortet. Und vielleicht auch hier und da etwas Retail Therapy veranstaltet, um dem grauen Einerlei zu entkommen. Doch damit ist jetzt Schluss. Lasst uns gemeinsam dem Chaos den Kampf ansagen und loslegen. Obwohl wir uns hier auf das Chaos konzentrieren, sprich die physischen Dinge, die bei euch rumliegen, lasst euch nicht stoppen, dabei auch noch mit nachhaltigen Reinigungsmitteln eure 4 Wände zum Strahlen zu bringen.


Bei meiner Recherche habe ich einen Artikel gefunden, der Ausmisten mit 10 «R’2» angeht. Ich habe mich davon inspirieren lassen und diese in 10 «U’s» umgewandelt. Also los geht’s!


Umfrage

Was brauchen wir wirklich und was ist unnötig? Dies ist eine Frage, die sich viele von euch sicherlich häufiger stellen. Es wird immer klarer, dass Konsum langfristig nicht immer glücklich macht. Doch was machen wir dann mit den Dingen, die wir bereits gekauft haben und nun nicht mehr brauchen? Wir sortieren sie. Ganz nach dem Marie Kondo Prinzip behalten wir das, was uns wirklich wichtig ist und was für uns unverzichtbar ist. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir ein bisschen weiter gehen müssen, als nur das zu behalten was uns Freude bereitet. Denn sind wir ehrlich: mein Staubsauger oder meine Putzlappen bereiten mir selten Freude, brauchen tue ich sie aber doch. Sinn macht das «Freude-Prinzip» sicherlich bei Andenken und solchen Dingen, die sich einfach ansammeln. Hier kann man getrost überlegen, was einem Spass macht und was einem Freude bringt. Aber auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass ein wahrloses Wegschmeissen, weil etwas in diesem Moment keine Freunde bringt, vielleicht etwas radikal ist. Ich finde es daher wichtig, vorher auszusortieren, was nützlich ist. Vielleicht sind dies Vorräte, nützliche Dinge für spezielle Momente. Erst wenn ihr die Sachen vor euch habt, die vielleicht nicht immer einen Sinn ergeben, könnt ihr diese sortieren und ausmisten und euren Haushalt somit verkleinern.


Umnutzen

Oftmals schmeissen wir in unserem Übermut Dinge weg, die wir entweder anders nutzen können oder aber die hilfreich sind für andere. Ich versuche gerade bei Neuanschaffungen darauf zu achten, dass ich Dinge kaufe, die ich langfristig und in verschiedenen Szenarien nutzen kann. Bei diesem Schritt kann euch ein wenig Kreativität nicht schaden. Limitiert euch nicht, wenn es darum geht, wie ihr Dinge nutzt. Unnötige Verpackungen können zum Beispiel als Aufbewahrung genutzt werden, als Pakete falls ihr mal etwas versenden möchtet oder als Geschenkverpackung herhalten. Ein toller Gedanke bei der Umnutzung, ist auch den Austausch mit anderen zu suchen. Vielleicht ist etwas für euch nicht mehr nützlich, aber jemand anderes braucht genau dieses. Organisiert eine Tauschbörse unter Freunden oder besucht einen Flohmarkt oder eine Brocki, um euren alten Dingen dort ein zweites Leben zu schenken. Überlegt doch auch, ob das vielleicht für euch eine Alternative ist, um neue Dinge anzuschaffen. In der heutigen Gesellschaft werden die wenigsten Dinge wirklich aufgebraucht und so könnt ihr immer wieder tolle und vor allem individuelle Dinge finden. Auch online!


Umgestalten

Diese Kategorie erweitert ein wenig die Umnutzer-Überlegung. Manchmal sind wir es einfach satt immer auf den gleichen Stuhl zu schauen oder der weisse Couchtisch passt einfach nicht mehr in unser Wohndesign. Vielleicht sind wir es auch echt leid, die Blume immer im gleichen Topf zu sehen. Auch hierfür gibt es eine Lösung. Werdet kreativ und gestaltet eure alten Schätze einfach neu. Auch hierfür könnt ihr recycelte Materialien nutzen. Schaut doch mal, was ihr findet, bevor ihr loszieht und neue Dinge kauft. Und wenn ihr vielleicht nicht die Stärksten seid im Thema kreatives Gestalten, fragt doch Freunde oder Familie um Hilfe und macht eine Party daraus. Nutzt auch diverse Plattformen, um euch zu inspirieren: es gibt zig Instagram-Profile, die sich dem Thema widmen oder nutzt Pinterest. Mein persönlicher Favorit, wenn es um Inspiration geht.


Umwälzen

Ihr räumt auf und findet x Sachen, die ihr für kaputt haltet. Socken mit Löchern, ein T-Shirt mit zu langem Armen, ein Schuh mit abgerockter Sohle usw. Wiedersteht dem ersten Impuls und schmeisst dies nicht weg. All das kann repariert werden. Socken können gestopft werden (auch wenn es out geworden ist, weil ein neues Paar billiger ist als das Stopfgarn), T-Shirt Ärmel können abgeschnitten und umgenäht werden und Schuhe können neu besohlt werden. Fast alles kann repariert werden und oftmals reicht eine gute Reinigung (das kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen). Ich persönlich sammle alle Dinge bei einem Frühjahrsputz, die ich für kaputt halte. Wenn ich dann das nächste Mal eine ruhige Minute habe, schaue ich mir die Dinge noch einmal genauer an und überlege, wie ich sie reparieren kann.


Unkraut machen

Viele von uns kennen das Thema «Kompost» kaum noch. Andere denken, das stinkt und ist eklig. Aber eigentlich ist es nur Natur! Und ein toller Prozess. Inzwischen sogar verfügbar für die Wohnung und den Balkon. Ich möchte unbedingt einen Kompost haben und schaue schon lange, welche die richtige Lösung für mich ist. Ich finde es super, dass Dinge, die sich selber auflösen und wegrotten, nicht im Müll landen. Ihr tut dabei nicht nur der Umwelt einen Gefallen, sondern spart auch noch Geld, da ihr weniger Müllbeutel braucht und die Entsorgung umsonst ist. Ein Tipp noch für diejenigen unter euch, die ebenfalls pro Kompost sind: bei den hier verfügbaren Lösungen sollte man auch darauf achten, dass diese vor allem dem heimischen Kompost zu Leibe rücken, sprich Bananen etc. nicht immer verrotten bzw. verarbeiten können.


Umräumen

Hier können wir eine Parallele ziehen zum Umgestalten. Mir kommen beim Aufräumen immer wieder Dinge in die Hände, die ich hier oder dort nicht sinnvoll finde und lieber wo anders nutzen möchte. Oder aber ich habe etwas, was ich nun wirklich nicht mehr brauche; ich weiss aber, dass meine Freundin genau das sucht. Also gebe ich es ihr, mache ihr eine Freude und bin meinen «Mist» los. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die beim Aufräumen und Sortieren die grosse Wirkung haben. Manchmal brauchen wir vielleicht auch nur eine Pause von etwas, weil wir es einfach nicht mehr sehen können. Das ist wiederum nicht die Ausrede für alle, die sich nicht von Dingen trennen können. Aber ich persönlich habe im Keller immer Dinge, die ich vielleicht gerade nicht in der Wohnung haben möchte. Wichtig ist hier nur, dass man auch seine Dinge im Keller regelmässig anschaut und aussortiert.


Unrat sortieren

Ihr seid fertig mit dem Ausmisten und dem Frühjahrsputz? Wow, war doch gar nicht so schlimm, oder? Aber bitte nun nicht aufhören nachhaltig zu denken. Überlegt euch genau, wie ihr die Dinge, die es zu entsorgen gibt, entsorgt. Trennt den Müll richtig und sucht die passende Entsorgungsstation. Ja, das ist manchmal etwas aufwendiger, aber der Planet wird es euch danken. Und wer nicht genau weiss, wo oder wie der Müll entsorgt werden muss: online gibt es für euren Kanton und eure Stadt sicherlich Informationen. Nutzt diese! 


Umfeld

Inspiriert euch gegenseitig und teilt euer Wissen. Vielleicht habt ihr tolle Ideen, wie man nachhaltig den Frühjahrsputz angehen kann. Oder ihr nutzt den Austausch um Dinge wortwörtlich auszutauschen. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass ihr Dinge gemeinsam mit Freunden oder der Familie anschafft. So wird was auch immer ihr kauft, mehr genutzt und jeder spart etwas Geld. Es gibt zig Möglichkeiten, nachhaltiger zu werden und viele von ihnen sind nicht mal schwer oder kompliziert umzusetzen. Sondern sie bedürfen einfach einer extra Minute Gedanken. Und ich weiss, dass ihr das könnt!


Umdenken!

So für dieses Jahr ist es geschafft! Ihr könnt stolz auf euch sein und euch selber auf die Schulter klopfen. Doch nun bitte nicht schludrig werden. Nach dem Frühjahrsputz ist vor dem nächsten. Bei zukünftigen Entscheidungen habt ihr es nun in der Hand, wie viel ihr nächstes Jahr zu tun habt. Macht euch doch klar, warum ihr gerade etwas kauft und ob ihr es wirklich braucht. Macht euch selber Regeln, dass ihr nur etwas kaufen dürft, wenn das alte kaputt oder entsorgt (sprich getauscht, verschenkt, umgestaltet etc.) ist. Was immer euch hilft, ich finde es wichtig, dass man sich ein wenig kontrolliert, was seinen eigenen Konsum angeht. Ich weiss selber, dass es manchmal einfach schön ist zu kaufen. Doch spätestens, wenn die Schränke daheim wieder platzen, bin ich sauer auf mich und frage mich, warum! Und selbst wenn ich es verschenke, verkaufe etc., Geld habe ich dennoch verloren! Umdenken ist aber auch noch in anderen Dimensionen möglich: Sagt nein zu Einwegverpackungen, zu Plastiktüten, zu viel Verpackungsmüll bei Online-Bestellungen etc. Tut der Umwelt und euch etwas Gutes.


Vor allem hoffe ich, dass ich euch ein wenig inspirieren konnte. Nicht nur eure Wohnung auf Vordermann zu bringen, sondern das Ganze auch noch nachhaltig zu machen. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr eure Ergebnisse mit uns allen auf Instagram teilt (nutzt den Hashtag #umdenkerräumtauf).


 

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