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JEDER SCHRITT IST WICHTIG...

Ihr Lieben,


erst einmal Danke für eure Geduld. Ich habe ewig nichts mehr von mir hören lassen und das sollte so natürlich nicht sein. Aber die Babypause ist irgendwie immer länger geworden und ich habe es einfach genossen, die Zeit mit meinem kleinen Mann zu verbringen. Aber das ist gar nicht das Thema des heutigen Blogs. Heute geht es darum, warum ich euch unterstützen möchte, einen Schritt in ein nachhaltigeres Leben zu wagen.


Jeder Anfang ist schwer

Ich kann es so gut nachvollziehen, dass man häufig überfordert ist und nicht weiss, wie man anfangen soll. Und dann passiert genau nichts. Denn wir stehen da, überfordert von der Fülle an Informationen und den vielen “du musst", " du sollst" und “es ist Zeit die Welt zu retten" und wissen nicht, wo anfangen. Und schon stellt sich das Gefühl ein, dass wir denken, unser Beitrag ist doch nicht wichtig. Wir fangen an uns zu fragen “Was kann ich schon dazu beitragen?". Doch ich kann euch beruhigen: egal was ihr macht, es ist toll und wichtig! Denn die Rettung der Welt und die Wiedergutmachung von jahrzehntelanger Misswirtschaft an diesem Planeten, kann niemand alleine angehen. Wir brauchen einander und wir brauchen jeden einzelnen. Und dann reicht es, dass jeder genau das macht, womit er sich wohlfühlt. Und so ist die erste Frage nicht “Ist es denn genug was ich mache?" sondern “Womit fühle ich mich wohl?"! Es ist vollkommen ok, in dieser Situation egoistisch zu sein. Denn es geht darum, nachhaltige, also langfristige Veränderungen in deinem Leben zu tätigen. Und die müssen zu dir passen und zu dem Leben, dass du führen möchtest. Denn so gehen sie dir leicht von der Hand, sie werden zur neuen Routine. Und wenn das passiert ist und du noch Lust hast mehr zu machen, ist immer noch genug Zeit, das nächste Thema anzugehen. Denn glaub mir, wir haben noch eine grosse Aufgabe vor uns diesen Planeten zu retten…


Womit fühle ich mich wohl?

Es ist vollkommen individuell womit du anfangen möchtest. Ich kann dir hier nicht sagen, was richtig für dich ist. Ich kann dir aber gerne erzählen, was für mich funktioniert und was Themen sind, wo ich mich noch schwer tue. Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema auseinander zu setzen, habe ich gerade studiert. Tourismus um genau zu sein. Und ich habe festgestellt, wie sehr das Verhalten der Touristen andere Kulturen “beleidigt" und wie wenig Respekt anderen Menschen entgegen gebracht wird, wenn wir im Urlaub sind. Also war für mich schnell klar, ich möchte hier etwas ändern. Doch schnell musste ich für mich feststellen, dass viele Dinge, die ich bereits gemacht habe, “richtig" waren um nachhaltig zu reisen. Und so habe ich angefangen, mehr über Nachhaltig zu lesen.


Die Ressourcen waren da noch etwas limitierter und in meinen Augen nicht so überfordernd. Nirgends stand, was man machen muss, sondern es gab einfach Alternativen, die besser für die Umwelt waren. Ich fing also an, bewusster einzukaufen. Vor allem bei Lebensmitteln habe ich angefangen auf Produktionsbedingungen zu achten. Und auf Saisonalität. Das fiel mir relativ einfach, denn wer frisch kauft und lokal, der hat gar keine grosse Chance anders als saisonal zu kaufen. Das ist ein definitiver Tipp von mir, denn mir persönlich fiel der Einstieg leicht. Auch auf Plastikverpackungen zu verzichten war relativ einfach: denn ich habe für mich alleine eingekauft und brauchte deshalb kleine Mengen. Und kleine Mengen gibt es meist nur im Offenverkauf.

Als ich das für mich implementiert habe und mein Leben quasi “angepasst" habe, ging es weiter mit der Frage, wie ich noch mehr Plastik in meinem Alltag vermeiden kann. Und so habe ich mich durchprobiert: Haare waschen mit fester Seife, keine Plastikbeutel mehr, keine Zahnbürste mehr aus Plastik etc. Die Liste war relativ lang und ich muss sagen, vieles hat für mich nicht funktioniert und mich hat das extrem frustriert. Ich kam mir vor, als wäre ich zu oberflächlich an das Thema gegangen. Doch zum Glück hat mir damals auch jemand gesagt “Hey, du machst schon so viel und du bist dir der Problematik bewusst, vielleicht reicht das ja zunächst mal". Und so konnte ich mich entspannen.


Heute habe ich sicherlich noch mehr Dinge übernommen, aber weiss vor allem, dass es sich immer lohnt, Dinge auszuprobieren. Mir fällt das häufig extrem schwer – denn der Mensch ist ja bekannterweise ein Gewohnheitstier. Aber ich habe auch für mich immer klarer definieren können, worauf ich in meinem Leben nicht gänzlich verzichten möchte und was ich bereit bin zu opfern.

So zum Beispiel beim Thema Urlaub: ich liebe es, fremde Länder zu entdecken und wenn ich vor Ort bin, achte ich gerne auf lokale Produkte, Kulturen etc. Aber die Hin-und Herreise findet häufig mit dem Flieger statt. Und auch vor Ort nutzen wir häufig Individualverkehr. Das ist nicht optimal, aber anders “geht" es für uns zur Zeit nicht. Also kompensieren wir An- und Abreise und schauen, dass wir nicht mehr einmal im Jahr in den Urlaub fliegen, sondern ich hier Kompromisse finden.


Ein anderes Thema, dass für mich schwierig ist, ist nachhaltige Mode. Ich scheue mich gar nicht davor, mehr Geld auszugeben. Doch es ist häufig extrem schwer, nachhaltige Mode zu finden, die es auch in etwas grösseren Grössen gibt. Ich habe hier und da etwas mehr Speck als nötig und tue mich extrem schwer, Klamotten zu finden, die nachhaltig sind bzw. nicht aus den Riesenfabriken kommen. Denn obwohl sich im Thema Materialien einiges getan hat, sind die Produktionsbedingungen oftmals nicht gut. Und so sehr ich es geliebt habe, in meiner Zeit in England Thrift Shopping zu machen, würde ich auch hier gerne Second Hand shoppen, doch bisher fehlt mir noch ein Shop, wo ich auch andere Grössen als 4o finde. Und so gibt es noch zig andere Themen, in denen mein nachhaltiges Verhalten ausbaufähig ist – und das ist ok für mich!


So wie du es machst, ist es richtig!

Ich habe gelernt, mir meine eigenen Standards zu setzen. Ich mache das, was ich kann und scheue mich nicht vor neuem bzw. zwinge mich immer wieder, über meinen Schatten zu springen, und neues auszuprobieren. Und genau das ist wichtig und richtig für mich. Und auch wenn ich manchmal zurück zu alten, unnachhaltigen Routinen gehe, mache ich mir selber keinen Vorwurf. Denn offensichtlich war das noch nicht die perfekte Lösung für mich. Aber das ist individuell! Ich fühle mich so wohl damit, dass ich auch gar kein Problem habe, dies mit anderen zu bereden oder das vor einem Saal voller Leute zuzugeben. Und wenn mir jemand sagt, “Mehr machst du nicht?", dann frage ich zunächst einmal “Was machst du denn?". Nicht, weil ich fies sein möchte, sondern weil ich lernen möchte.

Denn das kann der Austausch unter uns ermöglichen: voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu inspirieren und zu motivieren, Dinge anzugehen. Doch dafür braucht es eine offene Kommunikation und eine Community, die aufbaut und nicht grundlos kritisiert. Und genau das soll umdenker für euch sein: nutzt mich als Sparring-Partner um eure Fragen zum Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren, fragt mich Fragen, bittet mich um Anregungen, gebt mir Tipps oder schickt mir eure Inspirationen. All das ist toll! Und all das ist wichtig für ein nachhaltigeres Leben.


Jeder Schritt ist wichtig...

…und toll, dass du diesen Schritt wagst! Ich bin stolz darauf, dass du es angehst und kann dir voller Überzeugung sagen, du machst das super und was auch immer du machst, es ist für den Moment genug! Sei stolz auf dich und feiere dich selber. Du hast es verdient! 

Ich freue mich auf euer Feedback und eure Ideen und wünsche euch einen tollen Tag!

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