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NACHHALTIGES ARBEITEN LEICHT GEMACHT

Nachhaltiges Arbeiten ist nicht schwer - es geht darum, ein paar grundlegende Dinge anzugehen und hier nachhaltige Alternativen zu nutzen. Egal ob ihr selbständig oder angestellt seid - ihr könnt auf diese Dinge Einfluss nehmen.


Papierloses Arbeiten

Für viele ist ein Arbeitsalltag ohne Papier schon längst selbstverständlich. Für andere gehört Papier einfach dazu. Ich weiss, es gibt Jobs die funktionieren überhaupt nicht papierlos – auch reine Bürojobs. Dokumente müssen in physischer Form aufbewahrt werden oder es werden zig Briefe verschickt am Tag. Das geht nun mal nicht anders als auf Papier. Aber auch hier gibt es Alternativen zum gebleichten weissen Kopierpapier.


Recyclingpapier ist längst nicht mehr so «öko» wie zu Beginn. Ganz ehrlich, bei vielen Papieren kann man überhaupt nicht mehr unterscheiden, ob das nun recycelt ist oder nicht. Ich persönlich achte beim Kauf immer auf die Zertifizierung «Blauer Engel». Die Zertifizierung stellt sicher, dass 100% der Papierfasern aus Altpapier gewonnen werden. Einen grossen Vorteil hat auch die Herstellung von Recyclingpapier. Es werden rund 70% Wasser und 60% Energie bei der Herstellung eingespart im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier. Wer seine Produkte mit dem Bauen Engel zertifiziert, nutzt auch keine schädlichen Chemikalien oder optische Aufheller im Herstellungsprozess. Auch das trägt dazu bei, dass Papier einfacher und ressourcenschonender recycelt werden kann.


Einfach als kleiner Einschub: Recyclingpapier ist nicht nur Kopierpapier, es geht genauso um Küchenrolle oder WC-Papier. Auch hier ist der Impact, den man mit einer einfachen Veränderung vornimmt enorm.


Papierloses Arbeiten ist in meinen Augen eine Gewohnheitssache. Aber auch eine Sache der Organisation. Ich liebe To-Do Listen und habe mega gerne einen Zettel vor mir, auf den ich mal eben eine Notiz schreiben kann wenn mir was ins Hirn springt. Damit ich kein leeres, neues Papier dafür nutzen muss, nutze ich entweder die Rückseiten von Post, die ich bekomme, die Briefumschläge davon oder aber nachhaltige Schreibwaren. Selbst letzteres versuche ich zu verhindern, aber manchmal ist eben nichts anderes da. Gerade für unsortierte Notizen kann man das ganze Papier nutzen und den vollen Platz ausnutzen. Vorder-und Rückseite inklusive. Ich nutze aber auch online Notizbücher, die mir helfen, meine To-Do Listen zu führen und mich zu organisieren. Genauso ist meine Agenda vollkommen digital. Fairerweise kann man nun argumentieren, dass ich dadurch mehr Energie verbrauche und mehr Datenvolumen, wenn alles online stattfindet. Absolut! Aber im Vergleich zur Herstellung von Papier und der dafür benötigten Energie, stehe ich noch gut da. Vor allem auch, weil beim Strommix auf Nachhaltigkeit geachtet wird und ich Geräte nutze, die so wenig Energie verbrauchen wie es geht.


Aber zurück zu den Apps, die ich euch gerne empfehlen möchte. Ich liebe Milanote. Milanote ist ein etwas kreativeres Organisationsboard, welches vor allem auch visuell funktioniert. Es können einfach Bilder gespeichert werden, Links hinzugefügt. Es gibt eine kostenlose Version, in der einfach die Boards, die erstellt werden können limitiert sind. Und dann gibt es eine kostenpflichtige Version, die auch eine Zusammenarbeit mit mehreren erlaubt. Für mich hat lange die kostenlose Variante ausgereicht, nun habe ich aber das Upgrade gemacht, da ich es mehr und mehr nutze und für mich total viel Mehrwert entsteht. Was ich extrem cool finde, ist dass es eine Extension für euren Browser gibt, die es erlaubt Inhalte aus dem Inhalt zu clippen und direkt auf euer Board einzufügen. Toll für Moodboards oder Informationssammlungen.  


Andere Tools die ich nutze ist einfach die Notizapp auf meinem Handy. Da mache ich Einkaufslisten etc. Die App Evernote kann ich noch empfehlen oder aber auch GoodNotes. Letztere habe ich auf dem Tablet, um dort direkt handgeschriebene Notizen zu machen. Mir hilft das einfach manchmal per Hand zu schreiben – ich glaube der Spruch «Von der Hand in den Kopf» ist bei mir noch sehr präsent.


Kommen wir zu den grössten Umweltsünden im Office - der Technik!

Was gehört bei euch denn zur Technikausstattung im Office? Ich habe einen Computer, einen externen Bildschirm, eine Tastatur, ein Trackpad, ein Labeldrucker, einen normalen Drucker, und dann noch Lampen. Wow! Braucht man das alles wirklich? Für mich ist die Antwort ja, alles was ich habe ist hier weil ich es brauche. Aber alles ist ausgesucht mit dem Thema Nachhaltigkeit im Kopf – und das ist gar nicht so schwer. 


Exemplarisch gehe ich hier mal auf den externen Bildschirm ein, meine neuste Errungenschaft und einfach ein gutes Beispiel für nachhaltige Büroausstattung. Ich habe den EIZO EV2795 Swiss Edition in weiss. Das ist ein 27» Bildschirm, den ich direkt an mein Macbook über UBS C anschliesse. Technisch ist er ein tolles Gerät, aber hier bin ich einfach nicht versiert genug um qualifizierte Aussagen zu machen. Das Bild ist toll und ich kann gut daran arbeiten. Was mich begeistert, ist das Thema Nachhaltigkeit. Der Bildschirm kann etwas, was viele andere nicht können – man kann ihm komplett über einen Schalter ausschalten. Kein Stand-bye Modus, sondern einfach richtig ausschalten. Denn nur dann verbraucht ein Monitor auch wirklich null Energie. Auch bei der Herstellung ist das Thema Nachhaltigkeit allgegenwärtig: EIZO ist nach der ISO 14001-Norm zertifiziert, welche den Verbrauch von Energie an Geschäftsstandorten und Anlagen kontrolliert, den Einsatz von chemischen Stoffen reguliert und das Thema Abfall und Abfallvermeidung managt. Dazu kommt eine ISO 50001-Zertifizierung. Das klingt jetzt alles toll, aber für euch wohl ein wenig theoretisch. Gehen wir auf die Praxis ein. Bei der Herstellung wird teilweise recycelter Kunststoff eingesetzt, der in der Herstellung viel ressourcenschonender ist. Auch wird am Monitorgehäuse selber darauf geachtet, dass Kunststoff und Farben, welche Flammschutzmittel enthalten, nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Einerseits verringert es die Umweltbelastung, aber auch die negative Auswirkung auf uns Menschen. Es erlaubt aber auch für eine bessere Wiederverwertbarkeit des Produktes. Hergestellt werden die Bildschirme in Hakusan, Japan. Mit einem Bestreben die Herstellung noch umweltfreundlicher zu machen, wurde die Umstellung auf Solarstrom angegangen. Jährlich werden durch diese Umstellung alleine 239 Tonnen Co2-Emissionen eingespart. Ein Ziel, dass eigentlich erst 2030 erreicht werden sollte, aber bereits 2021 erfüllt werden konnte. Auch im Verpackungsbereich der Monitore findet sich Nachhaltigkeit wieder – die Verpackungen sind aus Recyclingpapier, selbst die Transportpolster bestehen aus Recyclingmaterial. Was mich aber schlussendlich am meisten überzeugt hat, ist das Committment die Monitore so zu konzipieren, dass sie möglichst lange im Kreislauf bleiben können. Ersatzteile sind lange verfügbar und vor allem vorhanden. Auch das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen Zeit. Umso besser ist es, dass EIZO hier einen Schritt in diese Richtung macht und garantieren kann, dass Ressourcen nicht nur bei der Herstellung selber geschont werden, sondern auch durch Reparaturfähigkeit und Langlebigkeit der Produkte. Wie ihr vielleicht merkt, ich bin sehr happy mit meinem Monitor und voll davon überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. 


Nach dieser Lobeshymne möchte ich aber noch kurz auf andere Technikdetails im Office eingehen, die euch helfen können, nachhaltiger zu arbeiten. Ich glaube viele davon werden für euch selbstverständlich sein, aber ich sag es gleich noch mal.


  • Geräte richtig ausschalten – egal ob Computer, Drucker oder andere Geräte. Schaltet sie komplett aus wenn ihr Feierabend macht, denn nur so fressen sie wirklich keinen Strom. Wem das zu viel ist, jedes einzelne Gerät abzuschalten, dem empfehle ich eine geschaltete Steckleiste, die dann mit einem Klick alle Geräte vom Strom nimmt 

  • Nutzt Ökostrom wo möglich – nicht jeder hat die Wahl, welchen Strom er bezieht oder aus welchem Mix der Strom besteht. Falls ihr diese Wahl habt, wählt Ökostrom

  •  LED-Leuchtmittel – im Büro ist Licht extrem wichtig für gutes und gesundes Arbeiten. Dem stehen LED-Leuchtmittel aber absolut nicht im Weg. Der Austausch ist schnell und easy, die Einsparung enorm. Ein kleiner Tipp: Es ist viel umweltschonender, die bestehenden Leuchtmittel erst am Ende der Lebensdauer, sprich wenn sie kaputt sind, auszutauschen anstatt jetzt schon. Dann spart ihr zwar schneller Energie, habt aber unnötige Ressourcen verbraucht. 

  • Helligkeit an Monitoren – wir alle können die Helligkeit an unseren Monitoren direkt einstellen. Umso heller der Monitor eingestellt ist, umso mehr Energie wird verbraucht. Es gibt auch Geräte (wie meinen Bildschirm), die das automatisch machen und das Umgebungslicht messen und daran die Helligkeit des Monitors anpassen. Das spart dann bis 50% des Stroms. Bei mir gibt es auch eine EcoView-Optimizer Funktion: da werden Bildinhalte erkannt und der Monitor reduziert vollautomatisch die Hintergrundbeleuchtung. Spart auch noch einmal bis zu 30%. 

  • Auffüllbare Druckerpatronen – Patronen sind echt eine Erfindung aus der Unterwelt. Ich sag das vor allem, weil sie immer leer sind obwohl man den Drucker wenig nutzt. Oder sie dann doch gleich eintrocknen. Achtet beim Kauf von eurem Drucker genau darauf und wählt ein Model aus, dass euren Bedürfnissen entspricht. Fast alle Druckerpatronen können mittlerweile wieder aufgefüllt werden. Es gibt auch Hersteller, die bieten ähnlich wie Nespresso, einen Recyclingservice für verbrauchte Kartuschen an. Ich persönlich habe mich noch nicht in der Tiefe damit beschäftigt, aber es lohnt sich bestimmt, dass mal kritisch zu hinterfragen. 

  • Kauft Recyclinggeräte – muss immer alles neu sein oder darf man auch gebraucht kaufen? Ich habe meinen Computer gebraucht gekauft und er ist toll und war quasi neu. Aber trotzdem mussten keine weiteren Ressourcen verbraucht werden für die Herstellung. Was viele auch vergessen, wenn alle «Altgeräte» nicht wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden, braucht es nicht nur mehr Ressourcen für die Herstellung von neuen Geräten, sondern auch für die Entsorgung der Altgeräte oder von all dem, was nicht mehr wiederverwendbar ist. Ein grusiger Gedanke in meinen Augen.   

Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag ist wichtig. Wie genau ihr das umsetzen könnt und auch noch andere mit den richtigen Argumenten überzeugen könnt, lest ihr hier.

Hiermit meine ich wirklich alles, was ihr für euer Office braucht. Vom Kaffee über Stifte bis hin zum WC-Papier. Es kann einen enormen Unterschied machen, ob ihr Biokaffee trinkt oder nicht. Stifte gibt es mittlerweile aus recycelter Zeitung und mit nachhaltigen Minen. Auch Kugelschreiber, die wiederauffüllbar sind, sind eine Alternative. Mir ist es wichtig, dass ihr euch einfach bewusst seid, dass jedes Trum in eurem Office Ressourcen verbraucht hat, um hergestellt zu werden. Heftklammern, Notizzettel etc.

Viele Dinge erübrigen sich automatisch mit einem papierlosen Office – wo kein Papier, da braucht es auch keine Papierklammer zum heften oder ein Ordner für die Ablage. Aber überall da, wo es das immer noch braucht, ist es ratsam nach nachhaltigen Alternativen zu suchen. Und zum Glück gibt es immer mehr von diesen Alternativen. 


Wer jetzt sagt, das ist ja alles toll, aber wie überzeuge ich denn meinen Chef davon, für euch habe ich eine Antwort. Mit den richtigen Argumenten! Nachhaltigkeit ist ein Trendthema (auch wenn ich persönlich das zum K*** finde, da ein Trend kommt und geht und Nachhaltigkeit hierbleiben muss, aber nun gut), was im Umkehrschluss aber auch Vermarktungspotential bedeutet. Viele Kunden erwarten mittlerweile, dass sich Firmen mit dem Thema auseinandersetzen. Und das belohnen sie durch Treue und Konsum. Auf der anderen Seite ist Nachhaltigkeit auch ein Kostenfaktor. Wenn man mal die Initialkosten aussen vor lässt, ist ein nachhaltigeres Office auch oftmals günstiger. Energiekosten sinken, Verbrauchsmaterial wird weniger und gerade im technischen Bereich ist der Einsatz von langlebigen Produkten viel ressourcenschonender. Und eine Ressource ist hier auch der Geldbeutel der Firma.

Und zu guter Letzt, ist die Umsetzung von nachhaltigen Massnahmen auch gut für die Mitarbeiter. Viele Mitarbeiter sind eh bereits im Thema und können sich dann viel mehr mit dem eigenen Unternehmen identifizieren und sind dann auch bereit mehr für das Unternehmen zu leisten. Ich glaube fest daran, dass wenn ihr mit Überzeugung und Plan an euren Chef herantretet und argumentiert, warum es eine tolle Lösung für alle ist, dann könnt ihr Teil der Veränderung sein. Und in eurem eigenen Office daheim seid ihr ja euer eigener Chef und könnt gleich mit gutem Beispiel voran gehen. Und für alle Chefs, die nicht einsichtig sind (und das ohne gute Gegenargumente) – ich stehe jederzeit zur Verfügung für eine konstruktiven Austausch!

Ich wünsch euch auf jeden Fall frohes Schaffen im nachhaltigen Office und sende nachhaltige Grüsse aus meinem nachhaltigen Office

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